Stress

Shownotes

Literaturempfehlungen: Hal Elrod- Miracle Morning Byron Katie- Lieben was ist

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zum neuen Podcast Frauengesundheit.

00:00:06: Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:00:09: Es geht um alle Themen, die uns Frauen bewegen, umtreiben und manchmal in den Wahnsinn treiben.

00:00:14: Von A wie abnehmen bis Z wie Zyklusstörungen.

00:00:18: Mein Name ist Eva Häusler-Ingulow.

00:00:20: Ich bin Frauenärztin aus Leidenschaft und dein Host für diese Show.

00:00:24: Los geht's!

00:00:28: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Frauengesundheit.

00:00:31: Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:00:34: Heute, Episode zwölf, geht es um Stress.

00:00:38: Du erfährst heute, was Stress eigentlich ist, was es in deinem Körper macht, warum es tatsächlich gerade auch für die Frauengesundheit ein unheimlich wichtiges Thema ist und natürlich auch, was du selber tun kannst, um deinen Stresslevel so ein bisschen runterzufahren.

00:00:52: Ich hoffe, du hast ganz viel Spaß und wir steigen einmal direkt ein.

00:00:56: Also.

00:00:56: Was ist Stress?

00:00:58: Stress ist im Endeffekt eine Art Notfallprogramm des Körpers.

00:01:02: Wir sind ja tatsächlich sozusagen von den Bäumen heruntergeklettert und haben ziemlich lange in einer ziemlich wilden Umgebung gelebt.

00:01:09: Und Stress ist die Reaktion unseres Körpers auf eine akute Bedrohung.

00:01:15: Vor allen Dingen kann man da jetzt zum Beispiel, wenn du dir vorstellst, Höhlenmenschen, Angriff eines Sebelzahn-Tigers, wenn sowas passiert, dann musst du oft zack sein, damit du das überleben kannst.

00:01:24: Das heißt, du gehst entweder auf Fluchtmodus und rennst vor dem Tiger weg so schnell du kannst.

00:01:29: Dafür brauchst du ordentlich arbeitende Muskeln, du brauchst viel Sauerstoff im Blut, du brauchst einen Wachenverstand oder du entscheidest dich, den Tiger zu bekämpfen.

00:01:40: Dafür brauchst du auch gute Muskelarbeit, du brauchst einen verstandenscharfgestellten Augen, viel Kraft.

00:01:47: Das heißt, das ist das, was akuter Stress in uns auslöst.

00:01:52: Die Herzfrequenz geht hoch, die Popillen weiten sich, die Durchblutung der Muskulatur steigt.

00:01:58: Das ist eigentlich tatsächlich ein sehr gutes Programm, was früher uns dazu gedient hat, einfach besser zu überleben.

00:02:06: Das ist also der akute Stress.

00:02:08: Das war's.

00:02:08: Kronischer Stress ist tatsächlich was, was wahrscheinlich auch schon Urzeitmenschen erlebt haben, aber nicht so häufig wie wir heute.

00:02:16: Kronischer Stress ist einfach eine Dauerbelastung, dass du dauerhaft in diesen total wachen Zustand, in diesem Zustand der Übererregung, es ist tatsächlich Sympathikoton.

00:02:27: Also der Körper hat einen sozusagen Sympathikotones-Nervensystem und ein Parasympathikotones.

00:02:34: Der Sympathikus ist eben die Aktivierung Fight of Light-Kampf.

00:02:38: Fluchtnudus, akuter Stress und Parasympathikos ist dieses Rest and Digest, also Ausruhen, Verdauen, sozusagen der Gegenruf ein bisschen wie Jigen und Jungen.

00:02:52: Wenn jetzt bei den Höhlenmenschen eine akute Hungersnot war oder ein Kampf zwischen den Stämmen, dann war das natürlich auch eine Situation, wo chronischer Stress geherrscht hat und der Körper da sehr an seine Substanz musste.

00:03:05: Wenn wir uns jetzt vorstellen, es war eine Hungersnot, der Körper musste an alle Reserven gehen, die irgendwie noch da waren, weil einfach kein Import von außen kam, es kam kein Essen mehr rein, der Körper hat den Stoffwechsel runtergefahren, hat uns dazu gebracht, einfach noch aufmerksamer zu sein, dass wir noch mehr nach Nahrungsmitteln suchen konnten, gleichzeitig aber auch so ein bisschen dazu geführt, durch eben diese starke Aktivierung auf Dauer, dass die Reserven irgendwann nicht mehr so stark angezapft worden sind, also nicht so bei der akuten Reaktion, bei der akuten Stressreaktion, wo man auf einmal ganz viel Muskelkraft hatte, sondern hat versucht es ein bisschen besser einzuteilen.

00:03:49: eben klar war, das dauert alles länger und das sind dann andere hormonelle Achsen gewesen, also andere Antworten beim akuten Stress.

00:03:59: Haben wir Adrenalin vor allen Dingen im Blut, der das meiste vermittelt.

00:04:04: Bei chronischem Stress haben wir eine Cortisol Antwort.

00:04:07: Das heißt, da steigt der Cortisol-Spiegel und dadurch kommen dann andere Reaktionen so ein bisschen zustande, damit der Körper diesen langen Stress besser durchhält.

00:04:17: In den guten alten Zeiten, sozusagen, war das tatsächlich eine ganz sinnvolle Lösung, einfach damit wir größere Chancen hatten, solche starken äußeren Bedrohungen zu überleben.

00:04:28: In der heutigen Zeit ist es tatsächlich so, dass wir jetzt seltenst von einem Sebel-Zahntiger oder auch nur von einem räudigen Hund angefallen werden.

00:04:37: Und ja, wir haben chronischen Stress, aber das sind zumindest in unseren Breiten gerade ja eher keine lebensbedrohlichen Situationen, wie Humorstenot oder Krieg.

00:04:47: sondern tatsächlich diese menschengemachten Stressfaktoren.

00:04:51: Der Körper kann aber nicht unterscheiden, ob du im Stau stehst und völlig genervt bist, weil du zu spät zur Arbeit kommst.

00:04:57: oder ob du chronisch am Stress bist, weil dein Schreibtisch überfließt mit irgendwelchen Aktenbergen, die du nur noch arbeiten musst oder deinen E-Mail ab postfachständig überfüllt ist oder deine Kinder ständig nerven.

00:05:10: Das ist für dich tatsächlich das Gleiche, als würdest du in einer akuten Hungersnot oder in einer Kriegssituation sein, beziehungsweise im Fall vom Stau und diesem akuten Stress.

00:05:19: Ich muss sofort zur Arbeit.

00:05:20: ist das so, als würde dich ein Seelebild-Zahn-Tiger anfallen.

00:05:23: Also der Körper kann tatsächlich nicht unterscheiden, was sind wirklich akute, lebensbedrohliche Ereignisse und was ist was, was einfach nur in unserem Kopf gerade irgendwie gefährlich erscheint.

00:05:37: Was sind jetzt die Folgen von chronischem Stress?

00:05:40: Also, akuter Stress, so eine kurze Ereignisse ist eigentlich jetzt nichts Dramatisches.

00:05:44: Kronischer Stress ist das, was uns tatsächlich wirklich an die Substanz geht, weil es an unsere Reserven geht, weil es über die Cortisolvermittelten Antworten des Körpers dazu führt, dass unser System einerseits ständig im Alarmzustand ist, andererseits aber auch zum Beispiel eine chronische Entzündung entsteht durch eben diesen Cortison-Ausstoß.

00:06:10: Also erhöhtes Cortison ist ja eigentlich dazu da, um das Entzündung zu bremsen.

00:06:15: Aber wenn es dauerhaft erhöht ist, ist unser Immunsystem nicht mehr so wirklich aktiv.

00:06:20: Das heißt, einerseits sind wir infektanfälliger, andererseits fördert es auch chronische Entzündung zum Beispiel an den Gefäßen.

00:06:26: Das hat.

00:06:26: dadurch steigt wieder unser Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, für Schlaganfall, für Herzinfarkt, generell für erhöhten Blutdruck.

00:06:34: Ein erhöhter Cortisonenspiegel sorgt dafür, dass der Blutzucker steigt.

00:06:38: War ja eigentlich sinnvoll.

00:06:40: Gesteigerte Blutzucker heißt, es ist mehr Material da, was man in die Muskeln schieben kann, um die Muskeln aktiviert zu halten.

00:06:46: Aber da wir in der Regel nicht irgendwelche körperliche Arbeit brauchen, um diesen Stress wieder loszuwerden, haben wir eben den erhöhten Blutzuckerspiegel einfach so, was wieder unser unser Risiko für Diabetes erhöht, Finneerkrankungen erhöht.

00:07:01: Außerdem ist es tatsächlich auch so, dass der chronische Stress ein erhöhtes Risiko für Zyklusstörung mit sich bringt.

00:07:08: Vielleicht kennst du das, wenn irgendwie gerade Prüfung war oder wichtige Abgabetermin auf der Arbeit, dass deine Periode auf einmal ausbleibt.

00:07:17: Wenn sowas aber ständig ist, also du ständig unter chronischem Stress bist, dann kann das tatsächlich auch dazu führen, dass dein Zyklus komplett durcheinander gerät, manchmal auch ausfällt.

00:07:27: ist wieder eine eigentlich sinnvolle Reaktion des Körpers.

00:07:30: Wenn du dir vorstellst, chronischer Stress war eigentlich mit zum Beispiel einer Hungersnot oder einer Flucht verbunden.

00:07:36: Da macht es wenig Sinn, jetzt mal schwanger zu werden.

00:07:39: Also stellt der Körper die Zyklusaktivität ein, weil in so einer Situation wollen wir ja nicht unbedingt noch Reserven für ein ungeborenes Kind aufwenden müssen.

00:07:49: In der Schwangerschaft, da kann tatsächlich chronischer Stress auch das Risiko für Fehl- und Frühgebunden bzw.

00:07:55: für Schwangerschaftsvergiftung und Schwangerschaftsdiabetes steigern, wieder über die Cortisol vermittelte Antwort und die erhöhten Entzündungsreaktion.

00:08:04: und auch wieder, weil der Körper eigentlich erschlau ist und denkt, wenn es gerade so stressig ist, außen rum sollten wir vielleicht nicht noch unbedingt noch ein Baby mit versorgen müssen.

00:08:13: Das hört sich jetzt alles total dramatisch an und also man muss ganz ehrlich sagen, Stress ist das neue Rauchen sozusagen.

00:08:21: Also Stress ist wirklich etwas, was unheimlich viel Auswirkungen hat.

00:08:25: Es ist halt so wenig fassbar.

00:08:26: Ich weiß nicht, wie es dir geht.

00:08:27: wahrscheinlich, wenn du mit irgendwelchen Beschwerden zum Arzt kommst, die jetzt vielleicht nicht gerade auf einen akuten Infekt oder so hindeuten, kommt auf die Frage, haben sie denn Stress?

00:08:36: Das ist tatsächlich eine wichtige Frage, weil Stress sehr, sehr viele Symptome nach sich ziehen kann, die dann auch wieder Beschwerden machen.

00:08:44: Und das ist tatsächlich, da muss man ganz klar sagen, das ist nicht irgendwie psychisch.

00:08:48: Oh, haben sie Stress, sind sie gestresst und haben deswegen psychosomatische Symptome.

00:08:52: Nein, Stress hat körperliche Auswirkungen und vor allen Dingen ist Stress was, was der Gesundheit massiv schadet.

00:08:59: Also wenn du ständig unter Strom stehst, überhaupt nicht mehr runterfahren kannst, hast du tatsächlich ein erhöht Risiko für die Volkskrankheiten, Herzkreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleibigkeit, Diabetes.

00:09:13: Das sind tatsächlich auch Autoimmunerkrankungen, sind bei Stress oft ein bisschen heftiger.

00:09:17: Und das ist was ganz wichtig ist, dass man das beachtet und im Hinterkopf hat und nicht so ein bisschen abtut.

00:09:22: Ja, Stress hat jeder, das ist leider so.

00:09:25: Das ist so ein bisschen die klassische Antwort auf die Frage, haben sie Stress?

00:09:28: Ja klar, wir hatten gerade nicht Stress.

00:09:30: Wir alle haben unsere Aufgaben, die wir erfüllen wollen.

00:09:32: Wir haben vielleicht noch Hobbys, die unsere Zeit brauchen, wir haben vielleicht Familie und je nachdem wie unser Alltag aussieht, haben wir einfach total viel auf dem Teller, was wir abarbeiten müssen.

00:09:44: oder wir haben vielleicht nicht ganz so viel offene Teller, aber das, was wir haben, beschäftigt uns einfach enorm.

00:09:51: Viele schleppen irgendwelche Traumata aus der Kindheit mit, die sie noch bearbeiten müssten, die nie richtig aufgelöst worden sind.

00:09:57: Also da ist ein riesiger Berg an emotionalen Stress, an psychischem Stress und oft auch an körperlichem Stress, weil wir zum Beispiel schon leichter Erkrankungen haben, Schmerzen haben durch diesen vorherigen Stress oder weil wir der Erkrankung haben die nicht richtig heilt.

00:10:16: Oder weil wir vielleicht auch ganz viel Sport machen, weil wir wenigstens gesund sein wollen.

00:10:20: Sport ist tatsächlich eine super Sache, aber im Endeffekt, wenn man es übertreibt, ist es auch wieder Stress für den Körper.

00:10:27: Und jetzt ist da so ein bisschen die Frage, was können wir denn tun, um den Stress zu reduzieren.

00:10:33: Natürlich in einer idealen Welt würden wir alle die Arbeit niederlegen, uns in eine Hängematte an den Strand auf irgendeiner schönen Insel legen und da den ganzen Tag entspannen.

00:10:41: Das ist so ein bisschen die Vorstellung, die viele haben, was sie machen sollen, um Stress reduzieren.

00:10:46: Das funktioniert tatsächlich langfristig.

00:10:48: erstens sowieso nicht.

00:10:49: Also irgendwann fällt uns dann auch die Decke auf den Kopf.

00:10:52: Das merkst du, vielleicht wenn du mal länger als deine zwei, drei Wochen Urlaub hast oder Urlaub nehmen musst oder krank geschrieben bist, irgendwann fällt einem dann die Decke auf den Kopf, wenn man gar nichts mehr zu tun hat.

00:11:02: dann wieder eine andere Art von Stress, aber tatsächlich können sich das einfach auch nicht alle leisten.

00:11:08: Also die äußeren Umstände sind das, was uns Stress verursacht, aber wir können an den äußeren Umständen in der Regel wenig machen.

00:11:17: Deswegen ist es ganz wichtig, wie wir mit diesen Stressoren, also mit den Stressfaktoren umgehen.

00:11:23: Und zwar kannst du tatsächlich mit jeder Situation Das ist so ein bisschen das Prinzip der Achtsamkeit.

00:11:31: Du kannst dir eine Situation angucken und unterschiedlich darauf reagieren.

00:11:35: Entweder du gehst sofort an die Decke, bist sofort gestresst, sofort kampf dich alles zusammen.

00:11:40: Entweder, weil du dir total Sorgen machst oder weil du total wütend bist oder schwer genervt bist.

00:11:46: Aber tatsächlich hast du auf jede Situation immer die Möglichkeit, erst mal einen Schritt zurückzutreten und dir zu überlegen, okay, wie willst du darauf reagieren?

00:11:54: Es gibt Situationen, da ist es einfacher.

00:11:55: Nimm mal, du stehst im Stau, bist erst mal total genervt, weil du da schon wieder unnötig rumstehst.

00:12:00: Außerdem musst du ganz dringend zur Arbeit.

00:12:02: Du wolltest eigentlich schon früher los und jetzt bist du sowieso schon ein bisschen spät dran.

00:12:06: Und dann kommst du, stehst du ja auch noch im Stau.

00:12:10: und kommst noch viel später.

00:12:12: Da kannst du dich jetzt drüber aufregen und dir Stress machen.

00:12:15: Oder du kannst einfach einmal tief durchatmen, überlegen, okay, ich stehe jetzt im Stau, ändern kann ich daran nichts.

00:12:21: Ich kann jetzt nicht auf einmal mit meinem Auto James Bond raushängen lassen und über den Stau fliegen.

00:12:27: Wenn ich jetzt sowieso hier sitze, was kann ich denn machen?

00:12:30: Vielleicht kann ich mir ein Hörbuch anmachen oder ein Podcast anmachen oder einfach mal so ein bisschen den Tag, der vor mir liegt, die stressige, vermeintlich stressige Arbeit nochmal so ein bisschen im Kopf durchgehen und planen, was ich machen kann, um den Stress da so ein bisschen rauszunehmen.

00:12:43: Klar wirst du dann... Deswegen nicht pünktlicher bei der Arbeit ankommen, aber die Zeit, die du sowieso im Auto bist, hast du dann anders genutzt.

00:12:52: Du hast dich nicht gestresst, sondern hast die Zeit genutzt, ein bisschen runterzukommen.

00:12:56: Das braucht am Anfang viel Übung, ist aber tatsächlich gut erlernbar.

00:13:01: Schwierigere Situationen sind natürlich so wirklich... heftige Sachen, Schicksalsschläge.

00:13:06: Da ist es oft sehr schwer, gerade wenn man mitten drin ist, irgendwie die positive Seite zu sehen.

00:13:13: Wenn du jetzt, weiß ich, nicht frisch eine Krebsdiagnose hast, da ist es sehr schwer, einmal Abstand zu nehmen und zu überlegen, was ist denn jetzt das positive daran.

00:13:21: Aber tatsächlich, es ist trotzdem möglich.

00:13:23: Erstens, das Wichtigste ist immer, in jeder Situation das annehmen.

00:13:28: Weil wenn es eine Situation ist, die du nicht ändern kannst, dann brauchst du dich nicht drüber aufzuregen, dass es so ist, wie es ist.

00:13:34: Hell Elrodsch, der Autor von Miracle Morning, falls du das nicht kennst, unbedingte Buchempfehlung, das ist wirklich toll.

00:13:40: Aber er sagt zum Beispiel, er hat dich drei Minuten regeln, wenn irgendwas passiert, drei Minuten richtig aufregen, richtig abgehen und dann war es das.

00:13:48: Und dann geht man weiter, weil ändern kann man es nicht.

00:13:50: Und der hat tatsächlich auch, also der hat einen Autounfall gehabt, der ihn fast an den Rollstuhl gefesselt hätte mit neunzehn.

00:13:57: Der hat seine kleine Schwester mit acht Jahren verloren, die ist vor seinen Augen gestorben.

00:14:03: Der hat eine schwere Krebserkrankung gehabt.

00:14:06: Also es ist jetzt nicht so, dass der nicht wüsste, was schwierige Situationen im Leben sind.

00:14:10: Und man kann tatsächlich in jeder Situation erst mal innehalten bzw.

00:14:14: gerne auch erst mal aufregen und die drei Minuten aufregen.

00:14:17: Bezieht sich nicht, dass du dich einmal drei Minuten aufregst und das war es, sondern das wird immer wiederkommen, dass du dich aufregst vielleicht über die gleiche Situation hundertfünfzigmal, aber dass du dann auch wieder rauskommst und sagst, okay, ich kann es nicht ändern.

00:14:29: Was mache ich jetzt damit?

00:14:32: Dann gibt es noch so Methoden, wenn du wirklich gerade total... Schwierigkeiten hast ich runterzufahren, um so ein bisschen den Parasympathikus sozusagen von außen zu aktivieren.

00:14:43: Das ist Tabbing zum Beispiel, Tabbing oder Emotional Freedom Technik.

00:14:48: Da werden quasi bestimmte Punkte abgeklopft.

00:14:52: Während man oft so ein bisschen die Probleme, die man hat, aber noch mal laut ausspricht, es kann tatsächlich ganz gut helfen, um das Nervensystem noch mal runter zu fahren und einem zu zeigen, okay, so dramatisch ist es alles gerade nicht.

00:15:05: Ansonsten progressive Muskeleinspannung ist eine tolle Übung.

00:15:08: Meditation ist auch super, wobei man sagen muss, wenn man jetzt gerade mitten in irgendeiner stressigen Situation ist, wird außer einem geübten Jogi wahrscheinlich keiner die Möglichkeit haben zu sagen, okay, und jetzt atme ich und denke ich an nichts.

00:15:21: gerade zwar alles auf den Kopf, alles bricht um mich herum zusammen, aber ich atme jetzt erstmal.

00:15:27: Atmen allerdings ist übrigens ein gutes Stichwort.

00:15:30: Das ist was, was man wirklich immer und überall machen kann.

00:15:34: Einfach mal bewusste Atemzüge, das bringt tatsächlich... extrem viel, dafür dass es wenig Aufwand ist.

00:15:40: Also wenn du gerade in der total stressigen Situation bist, du fetzt dich mit deinem Ehepartner oder meinetwegen du stehst im Stau oder du hast gerade fast einen Unfall gehabt und musst erstmal wieder so ein bisschen zu dir kommen, weil das gerade wirklich deinen Adrenalinpegel durch die Decke geschossen hat, einmal tief einatmen.

00:15:58: Luft kurz anhalten, lange ausatmen und das machst du drei, vier mal hintereinander.

00:16:02: Das ist die vier, sieben, acht Atmungen.

00:16:04: Also vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten, acht Sekunden ausatmen.

00:16:09: Das bringt enorm viel.

00:16:10: Also ich mache das tatsächlich ständig.

00:16:12: Wie gesagt, ich habe für Kinder, ich habe eine gut laufende Praxis.

00:16:16: Ich habe noch diverse Ehrenämter zwischen ein Leben dran.

00:16:19: Wenn mir es zu viel wird, wenn meine Kinder mich total stressen, wenn irgendwas emotional belassen ist, auf der Arbeit ist, durchatmen.

00:16:27: Und weiter geht's.

00:16:28: Du kannst es nicht ändern.

00:16:29: Du musst gucken, wie du weiter machst.

00:16:32: Genau.

00:16:32: Ansonsten, Yoga ist auch eine super Methode, um Stress abzubauen, weil du einfach mit Yoga einerseits Bewegung hast.

00:16:40: Bewegung ist ja auch etwas, was gut Stress abbauen kann, wenn man es nicht übertreibt.

00:16:43: Also viele sagen auch, euch gemäß dem Stressabbau joggen, ist eine super Idee, ist auch super fürs Herz-Greislauf-System.

00:16:49: Aber wenn man es übertreibt, hat es halt weder den gegenteiligen Effekt.

00:16:53: Bei Yoga hast du, je nach dem, was für eine Art von Yoga du machst, hast du Kraft, Balance und Entspannung mit Atmen.

00:17:01: verbunden und das ist tatsächlich eine super Kombination.

00:17:04: Aber es gibt da wirklich unzählige Methoden.

00:17:07: Am besten ist es, du schaust mal so ein bisschen auf, bieten die Krankenkassen Gesundheitskurse an.

00:17:13: Du hast ein Recht auf, ich glaube, zwei Gesundheitskurse pro Halbjahr, die die Krankenkasse dir bezuschusst.

00:17:20: oder ich glaube, eins pro Halbjahr, zwei pro Jahr, erkundige dich mal, was deine Krankenkasse so anbietet, was es in deiner Nähe gibt.

00:17:27: Viele Sachen gibt es auch online, die sind auch sehr gut.

00:17:30: Und dann probier dich mal durch.

00:17:31: Schau mal, was für dich gut funktioniert, wo du sagst, super.

00:17:35: Das hilft mir, weil nicht jede Entspannungsmethode ist für jeden was.

00:17:39: Es gibt Leute, die brauchen eher was, wo sie aktiv sind.

00:17:42: Es gibt Leute, die brauchen eher was, wo sie wirklich komplett runterfahren.

00:17:45: Und da guck einfach für dich, was gut für dich passt.

00:17:49: In unserem Gesundheitszentrum, im Zentrum für Frauengesundheit im letzten Berg, gibt es ja jetzt auch tatsächlich die ersten Kurse und da gibt es auch einige Entspannungskurse, also einerseits Yoga-Kurse, aber auch Sportkurse, Achtsamkeitskurse.

00:18:07: Es wird wahrscheinlich auch noch ein bisschen was dazukommen.

00:18:09: Also wenn du über die Krankenkasse nichts findest oder bei uns in der Nähe wohnst, kannst du auch gerne mal auf der Website schauen, ob da irgendwelche Kurse sind, die dich interessieren.

00:18:19: Aber jetzt mal so zusammengefasst, das ist heute eine kurze Episode, aber das ist wirklich Stress, ist ein unglaublich wichtiges Thema.

00:18:27: Es ist unglaublich komplex, was da abläuft, aber es ist tatsächlich auch ein Thema, was unsere Gesundheit enorm beeinflusst.

00:18:34: Es beeinflusst den Zyklus, es beeinflusst die Chancen eine gesunde Schwangerschaft zu haben und eine gesunde Schwangerschaft auszutragen und es beeinflusst enorm unsere Lebenserwartung und die Lebensqualität.

00:18:48: Und zwar sowohl später, wenn du ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall hast, nach einem Schlaganfall, du hast bestimmt Bekannte, die sowas schon mal durchleben mussten, nach einem Schlaganfall ist nichts mehr so, wie es war, zumindest wenn der Zeit lang, wenn es ein schwerer war, auch dauerhaft.

00:19:04: Das beeinflusst dein Leben natürlich total.

00:19:07: Und auch der jetzige Moment dein Leben ist sehr viel angenehmer, wenn du es schaffst, deinen Stresslevel zu reduzieren, wenn du es schaffst, die Situation, die dir begegnen, erstmal anzunehmen.

00:19:18: und zu überlegen, okay, wie gehe ich jetzt damit um?

00:19:21: Buchempfehlungen dazu.

00:19:23: Also einerseits wirklich The Miracle Morning.

00:19:25: Das ist für mich ein game-shatinger gewesen.

00:19:27: Dadurch kriege ich mein Leben ein bisschen besser auf die Reihe.

00:19:30: Loving What Is.

00:19:31: Ich glaube, auf Deutsch heißt es einfach lieben, was ist.

00:19:34: Das ist tatsächlich auch sehr gut, wenn man mit Situationen umgehen muss.

00:19:37: Heufe ich die... dir stark zu knabbern geben.

00:19:41: Falls du Trauma in deiner Vorgeschichte hast, was dich zusätzlich belastet, ist es wirklich sinnvoll, deine geeignete Traumatherapeutin, geeignete Traumatherapeutin zu finden, mit dem du das aufarbeiten kannst, weil dich das sonst einfach ein Leben lang begleitet.

00:19:54: Und das ist was, was deinen Stresslevel quasi... direkt auf eine höhere Ebene bringt.

00:20:01: und alles, was du ansonsten noch an Stress hast, kommt da noch oben drauf.

00:20:04: Das heißt, das lohnt sich unheimlich da auch mal dran zu arbeiten, auch wenn es am Anfang wahrscheinlich sehr unangenehm ist.

00:20:11: So, jetzt habe ich dir einiges erzählt.

00:20:14: Es ist tatsächlich eine überraschend kurze Folge, weil wir glaube ich den Stress gar nicht so detailliert beschrieben haben, was da so im Körper vorkommt.

00:20:21: Aber mir ist es einfach wichtig, dass du weißt, Stress ist... real.

00:20:26: Es ist nichts psychisch, psychosomatisches, sondern wirklich eine reale Reaktion des Körpers und vor allen Dingen auch eine reale Bedrohung des Körpers, wenn es übertrieben wird.

00:20:36: Deswegen guck für dich, dass du irgendwas findest, mit dem du deinen Stresslevel wieder so ein bisschen nach unten fahren kannst.

00:20:42: Wenn du irgendwelche Fragen hast, dann gerne schreiben an fraungesundheitadpost.de.

00:20:48: Wenn du weitere Buchtipps hast oder weitere Ideen, wie man oder die Lösung, wie du mit deinem Stress umgehst, gerne auch mal in den Kommentaren posten.

00:20:57: Das freut sich ja andere auch, weil, wie gesagt, da gibt es unzählige verschiedene Methoden.

00:21:01: Ich wünsche dir jetzt eine stressfreie Woche und eine gute Zeit.

00:21:05: Bis nächste Woche.

00:21:06: Tschüss.

00:21:09: Das war's für heute mit dem Podcast Frauengesundheit.

00:21:12: Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:21:15: Gerne Liken und Subscriben und gerne auch an deine Freunde weiterleiten.

00:21:19: Vielleicht haben die ja auch ein paar Dinge, die sie gerne noch wissen möchten.

00:21:22: Ich wünsche dir auf jeden Fall einen ganz wunderschönen Tag und bis nächstes Mal!

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