Brustkrebs

Shownotes

Heute geht es um ein Thema, das fast jede Frau im Hinterkopf hat und das viele von uns umtreibt: Brustkrebs.
Heute erfährst du, was Krebs zum einen überhaupt ist, was Brustkrebs ist und warum wir davor Respekt haben dürfen und du erfährst, was nach einem auffälligen Befund auf dich zukommt. Außerdem geht es darum, was du selbst tun kannst, um dein Risiko zu verkleinern, um überhaupt erst Brustkrebs zu bekommen, und was du tun kannst, um dein Wohlbefinden zu stärken und dein Rückfallrisiko zu senken, wenn du schon Brustkrebs hattest.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum neuen Podcast Frauengesundheit.

00:00:06: Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:00:09: Es geht um alle Themen, die uns Frauen bewegen, umtreiben und manchmal in den Wahnsinn treiben.

00:00:14: Von A wie abnehmen bis Z wie Zyklusstörungen.

00:00:18: Mein Name ist Eva Häusler-Ingulu, ich bin Frauenärztin aus Leidenschaft und dein Host für diese Show.

00:00:24: Los geht's!

00:00:28: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Frauengesundheit Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:00:34: Heute, Episode elf, es wird um Brustkrebs gehen.

00:00:38: Brustkrebs ist ja ein riesengroßes Thema, das uns Frauen auch sehr umtreibt.

00:00:43: und heute erfährst du, was ist Krebs eigentlich insgesamt so?

00:00:47: Was ist Brustkrebs?

00:00:48: Welche Formen gibt es?

00:00:50: Welche Arten der Früherkennung gibt es?

00:00:53: Was passiert, wenn du die Diagnose Brustkrebs bekommst?

00:00:56: Und was kannst du selbst tun, um entweder dein Risiko zu senken, Brustkrebs überhaupt zu bekommen, oder wenn du schon Brustkrebs hast, was kannst du tun, um dein Risiko eines Rückfalls zu minimieren?

00:01:09: Ich wünsch dir auf jeden Fall schon mal ganz viel Spaß.

00:01:12: So, also zum Anfang mal, was ist denn genau Krebs?

00:01:15: Darüber könnte man jetzt eigentlich eine ganze Folge machen, weil das ist ein sehr spannendes Thema.

00:01:22: Aber mal so kurz formuliert, Krebs ist im Endeffekt deinen Körper, der so ein bisschen armer läuft.

00:01:28: Und du musst dir vorstellen, an jeder Stelle deines Körpers werden jeden Tag die Zellen erneuert.

00:01:36: Also jeden Tag teilen sich die Zellen, bilden Tochterzellen, kaputte Zellen werden aussortiert, umgebaut, das Material wiederverwendet.

00:01:45: Und damit so eine neue Zelle entsteht, teilt sich in der Regel eine Zelle.

00:01:49: Und damit die sich teilen kann, muss erstmal die ganze genetische Information abgeschrieben werden, sozusagen.

00:01:55: Wir haben ja die DNA.

00:01:57: Auf der DNA ist die komplette Information, also unser kompletter Bauplan sozusagen.

00:02:03: aufgeschrieben in einem Code und dieser Code muss abgeschrieben werden.

00:02:08: Jetzt ist es ja nicht so, dass in der Zelle ein kleines Männchen sitzt und das ganze brav abtippt, sondern es machen tatsächlich Enzyme.

00:02:16: Also es gibt bestimmte Enzyme, die starten so eine Transkription, nennt sich der Prozess, dann gibt es Enzyme, die die Bausteine für den neuen Code zusammensammeln.

00:02:25: Enzyme, die das alles wieder zusammenfügen und das ist ein unheimlich komplexer Prozess.

00:02:30: Also wenn man sich das mal vorstellt, Das sind wirklich ganze Büchereien an Informationen, die in einem Zellkern liegen.

00:02:37: Es ist auch so, dass jede Zelle den gleichen genetischen Code, die gleiche genetische Information hat.

00:02:42: Und trotzdem sind die Zellen ja nicht gleich.

00:02:45: Also eine Leberzelle ist was anderes als eine Herzmuskelzelle, ist was anderes als eine Hautzelle.

00:02:51: Das heißt, das muss nicht nur abgeschrieben werden, was an Informationen da ist, sondern auch die epigenetische Informationen.

00:02:59: Das heißt, die Information, welche Gene angeschaltet sind und welche Gene abgeschaltet sein sollen später.

00:03:05: Wenn man sich das mal versucht, bildlich vorzustellen, da muss quasi müssen Enzyme eine komplette Bibliothek abschreiben.

00:03:16: Also, da könntest du vierzig verschiedene Leute hinsetzen.

00:03:20: Sie würden so eine Bibliothek am PC in weiß ich nicht, einem Jahr vielleicht abschreiben und die Zelle macht es in deutlich kürzerer Zeit.

00:03:28: Aber auch Enzyme machen Fehler, die sind auch nur Menschen sozusagen und die schreiben immer mal wieder, machen die Tippfehler sozusagen, schreiben die Informationen falsch ab und dann kommt es dazu, das Gen mutieren will.

00:03:41: Ein Gen ist im Endeffekt die Information für ein bestimmtes Protein in der Regel und wenn das falsch abgeschrieben wird, ändert sich der Code, manchmal hat es gar keinen Einfluss.

00:03:53: Manchmal ist es eine sogenannte Nonsens-Mutation, das heißt, da passiert einfach nichts.

00:03:57: Man kann das Gen nicht mehr benutzen oder es gibt eine neue Bedeutung und es wird neues Protein darüber kodiert.

00:04:04: Und wenn so etwas passiert, verändert sich die Zelle.

00:04:08: Das heißt, es kann sein, dass dann einfach andere Gene gebildet werden, also andere Proteine gebaut werden, dass manche Proteine gar nicht mehr gebaut werden und das wiederum sorgt dafür, dass die Zelle nicht richtig funktioniert.

00:04:22: Da das recht häufig passiert, also bei jedem von uns im Endeffekt immer wieder, jeden Tag, gibt es auch spezielle Proteine, die diese Fehler erkennen und reparieren.

00:04:33: Und dann, wenn das alles nichts hilft und die Reparaturgene auch Fehler gemacht haben, das nicht repariert haben, dann ist es so, dass die Zelle normalerweise vom Immunsystem erkannt wird, als kaputt, die sieht oben, die ist nicht so, wie sie sein soll und wird vernichtet.

00:04:50: Das heißt, jeden Tag entstehen eigentlich bei uns im Körper Zellen die Fehlerhaft arbeiten und dann aber vom Immunsystem wieder vernichtet werden und die Bestandteile sozusagen neu verwertet werden.

00:05:03: Bei Krebs ist es jetzt so, dass da ganz viele Sachen auf einmal zusammenkommen bzw.

00:05:07: nacheinander passieren müssen.

00:05:09: Erstmal wird die Information falsch abgeschrieben, dann macht diese Mutation insofern Sinn, als das, was entsteht, was das Zellwachstum fördert, dass die Zelle sich weiter vermehren kann.

00:05:21: Dann ist es so, dass die Reparaturgene diese... Mutation nicht erkennen, diese fehlerhafte Genie erkennen und dass die Zelle vom Immunsystem auch nicht erkannt wird oder dass sie sich schützen kann vom Immunsystem.

00:05:35: Und wenn das alles zusammenkommt, dann kann Krebs entstehen, dann teilt sich die Zelle ohne irgendwelche Kontrollen, ohne irgendwie Sinn und Verstand sozusagen und breitet sich aus.

00:05:47: Und das Ganze funktioniert so ein bisschen.

00:05:48: Vielleicht hast du die Geschichte von dem Schachspiel mal gehört, wo einer sich gewünscht hat vom persischen König für irgend einen Verdienst, dass der ein Reiskorn aufs erste Schachbrettfeld legt, dann zwei aufs zweite, vier aufs dritte und so weiter.

00:06:06: immer verdoppeln, was vorher war und so passiert es bei den Zellen jetzt mal grob gesagt auch.

00:06:12: Das heißt, es ist ein exponentielles Wachstum und am Anfang ist nicht viel.

00:06:17: dann aus vier werden sechzehn aus sechzehn zwei drei sievieren sechzig aber das wird halt immer mehr immer mehr immer mehr.

00:06:24: es ist jetzt nicht ganz exponentiell weil natürlich auch bei diesem schnellen diesem schnellen wachstum zellen kaputt gehen.

00:06:31: weil auch da wieder die information je schneller das passiert desto schneller passieren auch hier wieder fehler.

00:06:37: das heißt es gibt neue mutation und der krebs kann dann entweder weiter mutieren sich verändern oder geht halt zugrunde Und so breitet sich dann ... Wenn es für den Krebs sozusagen gut läuft, breiten sich die Zellen immer weiter aus.

00:06:53: Irgendwann brechen sie sozusagen entweder in Blutgefäße oder Lymphgefäße ein und die Lymphgefäße und Blutgefäße sind die Autobahnen unseres Körpers.

00:07:01: Wenn Krebszellen da reinkommen, dann werden die überall im Körper verteilt.

00:07:05: Ab dann ist es auch keine lokal begrenzte Erkrankung mehr, sondern eine sogenannte systemische Erkrankung, die den kompletten Körper das komplette Organsystem betreffen kann, weil die, wie gesagt, überall hin gelangen können.

00:07:17: die Tumorzellen, die Krebszellen.

00:07:20: Es gibt von jedem Organ des Körpers jede Zählart kann entarten, kann Krebs bilden, die haben dann aber unterschiedliche Eigenschaften in der Regel.

00:07:29: Also ein weißer Hautkrebs ist was ganz anderes als ein schwarzer Hautkrebs, ist was ganz anderes als ein Brustkrebs, ist was ganz anderes als Knochenkrebs oder Lymphdrösenkrebs.

00:07:40: Also es sind wirklich jede Krebsart hat so ihre eigenen Spezialitäten sozusagen und auch Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs.

00:07:49: Es gibt Brustkrebs, der geht eher vom Drüsengewebe aus.

00:07:52: Es gibt den Unspezifischen am Brustkrebs.

00:07:54: Es gibt Brustkrebs, der ist hormonsensibel.

00:07:57: Das heißt, der wird durch Hormone stimuliert.

00:07:59: Es gibt Brustkrebs, der ist nicht sensibel.

00:08:03: Mittlerweile wird er tatsächlich auch, wenn jemand eine Brustkrebsreagnose bekommt.

00:08:08: Das ist nicht so ganz klar, ob die Patientin jetzt eine Chemotherapie braucht oder nicht.

00:08:13: Wird eine Gen-Signatur, auch ganz viele verschiedene Gene getestet werden, angelegt und daraus wird ein Score ermittelt.

00:08:20: Und dieser Score sagt, hat man dann erhöhtes Risiko, dass was passiert, dass später noch mal ein Rückfall kommt oder hat man ein niedriges Risiko und es braucht keine Chemotherapie.

00:08:29: Warum ist denn Brustkrebs für uns Frauen überhaupt so ein wichtiges Thema?

00:08:33: Es ist gefühlt in den Köpfen von uns allen drin und jede Frau hat so ein bisschen Angst vor Brustkrebs oder zumindest die meisten, die ich kenne.

00:08:42: Und es ist tatsächlich auch die häufigste Krebsart bei Frauen.

00:08:46: Man sagt, so ein Lebenszeitrisiko von zwölf Prozent hat man als Frau.

00:08:50: Das heißt, von hundert Frauen werden zwölf Brustkrebs bekommen.

00:08:53: Das ist schon echt hoch.

00:08:56: Gleichzeitig ist auch der Brustkrebs die häufigste Krebstodessursache bei Frauen.

00:09:03: Das ist leider immer noch so, obwohl sich unheimlich viel in der Therapie getan hat, liegt aber auch daran, Das ist teilweise sehr, sehr aggressive Krebsform bei Brustkrebs.

00:09:14: Es gibt Formen, die sind relativ gut behandelbar, aber wenn der Krebs entweder eine aggressive Form hat oder auch, wenn er sehr spät erkannt wird, hat er einfach ein erhöhtes Risiko oder ein recht hohes Risiko, dass es nicht so ganz gut ausgeht.

00:09:29: Deswegen ist tatsächlich auch die Früherkennung unheimlich wichtig.

00:09:34: Auch die Vorsorge, wir hatten ja schon mal drüber gesprochen, was der Unterschied zwischen Vorsorge und Früherkennung ist.

00:09:40: Bei der Vorsorge geht es darum, was kannst du tun, dass du gar nicht erst krank wirst und bei der Früherkennung geht es darum, was kannst du tun, damit die Erkrankung möglichst früh in einem frühen Stadium festgestellt wird.

00:09:53: Und das ist bei Brustkrebs deshalb so wichtig, weil es einfach einen riesengroßen Unterschied macht, ob man den Tumor mit einem halben Zentimeter Zentimeter entdeckt.

00:10:02: Das wäre im Ultraschall oder in der Mammographie der Fall, da kann man das schon recht früh sehen.

00:10:07: oder ob man den Tumor erst mit zweieinhalb, drei Zentimeter entdeckt.

00:10:11: Das ist das, wenn du es oder deine Partnerin, deine Partnerin des Tastes ist.

00:10:15: Das sagt man so etwa zweieinhalb, drei Zentimeter möglich, je nachdem natürlich wie groß oder gleich in deine Brust auch ist.

00:10:23: Und wenn der Tumor so groß ist, dann ist das Risiko, dass er schon gestreut hat, viel, viel höher, als wenn es noch ein ganz kleiner Befund gibt.

00:10:32: Außerdem ist es so, dass in der Mammografie zum Beispiel auch ein sogenannter D-Cis entdeckt werden kann.

00:10:37: D-Cis, also D-C-I-S, ist eine Abkürzung für ductal-invasivis carcinoma insito.

00:10:47: Das heißt, es ist eine Vorstufe von Krebs, von Brustkrebs, die aber sehr, sehr aggressiv ist.

00:10:54: Das heißt, die wird auch behandelt wie Brustkrebs.

00:10:57: zumindest zum großen Teil, die wird operiert und zwar so großflächig wie möglich.

00:11:03: Die breitet sich in den Gängen, in den Milchgängen aus und auch da ist es dann oft so, dass die so ein bisschen wie Autobahn benutzt.

00:11:12: Es ist aber noch kein richtig invasiver Krebs, sondern ein Krebs, der die Basallamina noch nicht durchgebrochen hat.

00:11:19: Die Basallamina ist so eine Schicht, die die die die Außenwelt sozusagen von unserem Innern abgrenzt.

00:11:28: Also wenn du ein Katzinoma in Sito hast, so nennt man das, das ist eine Krebsvorstufe, eine sehr aggressive, die aber noch nicht durch diese Basalamin dadurchbrochen ist, hast du kein Risiko für Metastasen, weil dann einfach die Autobahnen sozusagen noch nicht angeknappert worden sein können von dem Tumor.

00:11:49: Wenn du jetzt also ein Detys hast, dann wird der wegoperiert und dann wird aber die Brust auch bestrahlt tatsächlich.

00:11:55: weil der auch mal Abschnitte im Gangsystem überspringen kann.

00:12:00: Also es kann sein, die Operateure machen das raus, sieht prima aus, alle Schnitträder frei.

00:12:05: Das ist das, wobei oben bei der Pathologie darauf achtet, dass die Schnitträder frei sind von Krebszellen.

00:12:11: Wenn da die Krebszellen bis an die Schnitträder anreichen, sagt man, oh, könnte sein, dass wir nicht alles erwischt haben.

00:12:15: Da wird dann nochmal nachgeschnitten.

00:12:17: Das ist eine sogenannte R-Eins-Situation.

00:12:20: Wenn bei einem Dezis die Schnitttrenner frei sind, ist es zwar ein gutes Zeichen, aber keine Garantie dafür, dass nicht doch irgendwie noch was in der Brust verblieben ist, weil das eben auch mal sein kann, dass sozusagen Abschnitte übersprungen werden von den Krebszellen.

00:12:34: Und dann muss man die Brust bestrahlen.

00:12:38: Tatsächlich eigentlich auch in einer ähnlichen Dosierung, wie bei einem in Anführungsstrichen echten Brustkrebs.

00:12:44: Und wenn der Dezis dann auch noch hormonaktiv ist, also hormonsensibel ist, würde man eine antihormonelle Therapie in einer niedrigen Dosierung für fünf Jahre weitergeben.

00:12:53: Die ist dann nicht ganz so hoch wie bei einem Mamakatsinoma, also bei einem invasiven Krebs.

00:12:59: Aber es hat sich gezeigt, dass das Überleben besser ist, wenn man eine niedrig dosierte Hormontherapie macht.

00:13:05: Und auch die Nachsorge ist die gleiche wie bei Brustkrebs.

00:13:10: Wenn du jetzt beim Ultraschall warst oder bei der Mammografie warst und dann wurde festgestellt, oh je, da ist ein Befund, der sieht irgendwie nicht so richtig gut aus, dann muss man natürlich schauen, was steckt dahinter.

00:13:24: Man kann dann oft schon so ein bisschen sagen, okay, geht es wirklich in die Richtung Krebs oder ist es einfach so ein bisschen zweideutig?

00:13:30: oder ist es vielleicht was, was man einfach in drei, vier Monaten nochmal anguckt.

00:13:34: für viele Frauen ist das natürlich ein totaler Schock, wenn sie in der Mammografie oder in der Ultraschalluntersuchung sind.

00:13:39: Und dann heißt ja, da ist was, was man nachkontrollieren muss.

00:13:43: Ich kenne tatsächlich auch Patientinnen, die sagen, sie gehen nicht mehr zur Früherkennung, weil sie einfach das einmal hatten, dass dann auffälliger befunden waren.

00:13:50: Sie hatten so furchtbare Angst und alles war dann doch unauffällig gewesen bei den Folgen und Untersuchungen.

00:13:55: Deswegen wollen sie das nicht noch mal erleben.

00:13:57: Das kann ich zwar zum einen nachvollziehen, dass man nach so einer Situation Angst hatte, allerdings geht es ja darum, ein Tumor früh zu erkennen und dann ist es doch besser.

00:14:07: Ich habe was und gucke einmal zu viel hin, als dass ich sage, naja, wird schon nicht sein, lass uns im Jahr einfach noch mal drauf gucken und dann haben wir dann im Jahr den Salat.

00:14:16: Also insofern, wenn dir sowas mal passiert ist, Ich verstehe, dass das eine traumatische Erfahrung sein kann.

00:14:22: Aber ich denke, aufgrund zu einer Erfahrung zu sagen, man vermeidet die Früherkennung komplett, ist, glaube ich, der falsche Weg.

00:14:29: Wenn dann doch später irgendwas wäre, würdest du dich wahrscheinlich ärgern oder arg bereuen, dass du nicht doch zu Früherkennung gegangen bist.

00:14:38: Also, wir haben jetzt über die Früherkennung gesprochen.

00:14:41: Wenn da ein Auffälliger befund ist, muss der abgeklärt werden.

00:14:44: Das heißt, wenn du bei der Ultraschalluntersuchung warst, wird eine Mammografie gemacht.

00:14:48: Wenn du bei der Mammografie warst, wird eine Ultraschalluntersuchung gemacht.

00:14:51: Und dann wird in der Regel der Befund auch gestanzt, je nachdem, wie auffällig der ist.

00:14:56: Stanze bedeutet, da wird erstmal die Brust ein bisschen mit dem Lokal an der Stäsie betäubt.

00:15:01: Und dann wird mit einer Nadel in den Tumor reingegangen und die schießt da so richtig rein in der Regel.

00:15:06: Und dann wird von dem Befund, der da ist, eine Probe entnommen.

00:15:10: In der Regel sind das dann so drei, vier Stanzzylinder.

00:15:14: Zylinder, die da entnommen werden.

00:15:17: Falls das ein Befund ist, der im Ultraschall nicht sichtbar ist, sondern nur in der Mammografie, das wäre zum Beispiel beim Dezis der Fall, dann wird eine spezielle Untersuchung gemacht.

00:15:27: Während der Mammografie wird die Brust so ein bisschen eingespannt und dann eine Vakuumbiopsy gemacht.

00:15:33: Ein bisschen größere Nadel, die Untersuchung ist ein bisschen weniger angenehm als die Stanze.

00:15:40: Nicht, dass die Stanze angenehm wäre, aber die Wacom Biopsy ist glaube ich noch ein Stückchen unangenehmer, aber es geht relativ zügig und man hat bei beiden Methoden eigentlich durch die direkte Bildgebung währenddessen eine extrem hohe Sicherheit, dass auch das, was man sehen will, in dem Befund in der Standzeit drin hat.

00:16:00: Das Ganze wird dann zur historischen Feinddiagnostik eingeschickt und die gucken sich das unter dem Mikroskop an.

00:16:07: Das ist so ein bisschen, glaube ich, die härteste Zeit für die Frauen, wenn es einen Befund gab, der auffällig war, der gestanzt wurde und dann muss man einfach eine Woche manchmal sogar zwei warten, bis das Ergebnis von der Stanze da ist.

00:16:22: Und das ist natürlich hart, wenn man nicht genau weiß, ist das wirklich was oder ist es vielleicht doch gar nichts.

00:16:29: Oft ist es tatsächlich so, dass man im Ultraschall schon sagen kann, okay, das sieht wirklich nicht gut aus.

00:16:33: Wir machen jetzt die Stanze einfach, damit wir wissen, wie die Histologie ist.

00:16:37: Aber wir planen trotzdem schon mal alles andere.

00:16:41: Bei der Stanze wird nicht nur geguckt, ob es Brustkrebs ist oder nicht, sondern wenn es Brustkrebs ist, wird auch geguckt, was hat er so für Eigenschaften.

00:16:52: Brustkrebs, der hormone-sensible ist.

00:16:54: Ist das ein Brustkrebs, der nicht auf Hormone reagiert?

00:16:58: Exprimiert der, also hat der Herr zwei Neu, das ist ein bestimmtes Protein, wird das sozusagen gebildet von dem Tumor.

00:17:06: Wie ist die Wachstumsrate von dem Tumor?

00:17:09: Und dann gibt es spezielle Untersuchungen, die im Endeffekt eine Gesandtumor so eine Art, wie so ein QR-Code fast geben.

00:17:18: den wir brauchen um zu entscheiden, was passiert denn jetzt weiter.

00:17:23: Früher war es so, wenn du Brustkrebs hattest, wurde die Brust abgenommen und dann wurde gehofft, dass du noch möglichst lange zu leben hast.

00:17:30: Heutzutage wird es komplett anders gemacht.

00:17:32: Man guckt, wie gesagt, erst mal, wie ist die Tumorbiologie.

00:17:35: Wenn sich das jetzt bestätigt, das ist tatsächlich Brustkrebs.

00:17:38: Der ist jetzt zum Beispiel aber hormoneaktiv, hat wenig schlechte Zusatzfaktoren, dann wird man wahrscheinlich erst mal sagen, okay, wenn der Tumor jetzt unter zwei Zentimeter ist, die Lymphknunden sehen dem Ultraschall gut auf.

00:17:53: Wenn wir sagen, wir machen jetzt erstmal eine Induktionstherapie mit einer Antihormone-Medikation, in der der Regel dann mit Letrozol oder Tamoxifen, dann planen wir die Operation.

00:18:05: Und nach der Operation wird nochmal geschaut, wie groß ist der Tumor denn jetzt in der feingeweblichen Diagnostik wirklich, weil wir sehen ja vorher nur das, was im Ultraschallbild oder in der Mammografie zu sehen ist.

00:18:15: Der Befund kann sich auch nochmal ändern.

00:18:18: Und dann muss man nicht die komplette Brust abnehmen, sondern in der Regel macht man eine Brust erhaltene Therapie und dann werden noch in der Regel die Wächter-Lymphknoten entnommen, also dass man aus der Achselhöhle die Lymphknoten entnommen werden, die den Krebszellen sozusagen als erstes abbekommen würden.

00:18:40: Das macht man, indem man vor der OP, in der Regel so am Tag vor der OP, eine radioaktive Substanz oder kurz vor der Tumorentfernung, eine blaue Substanz direkt in den Tumor spritzt und dann wird später während der OP geguckt, welcher Lymphknoten strahlt den radioaktiv.

00:18:58: Das wird wirklich, da wird mit einer Sonde in der Achselhöhle so ein bisschen umgesucht und geschaut, welcher Lymphknoten strahlradioaktiv oder wenn blaue Farbe benutzt wurde, guckt nun, welcher Lymphknoten ist blau.

00:19:10: Und die Lymphknoten werden dann entfernt und man schaut auch hier wieder unter Mikroskop sind der Tumorzellen drin oder nicht.

00:19:17: Wenn Tumorzellen drin sein sollten, dann ist in der Regel auch eine Chemotherapie oder zumindest eine Immuntherapie notwendig.

00:19:25: Wenn da alles unauffällig ist, wenn die Lymphknoten in Ordnung sind, auch klinisch in Ordnung waren, die Tumorbiologie soweit in Ordnung ist, würde man danach noch eine Bestrahlung der Brust machen.

00:19:38: Wenn die Brust aus welchen Gründen auch immer komplett abgenommen worden ist, braucht man oft gar keine Bestrahlung, dann wäre die Therapie sozusagen beendet.

00:19:46: Wenn aber die Brust erhalten operiert wurde, dann wird die Rest Brust nennt man das Bestrahlt, je nachdem, wenn die Lymphkonten auffällig gewesen sind.

00:19:58: Wenn Tumorzellen da drin waren, würden auch noch die Lymphkonten bestrahlt werden.

00:20:03: Und ein bisschen anders läuft, dass wenn ein sehr aggressiver Tumor festgestellt worden ist oder ein Tumor, der sehr groß ist, da würde man vor der Operation meistens eine Chemotherapie vorschalten.

00:20:17: Da gibt es ganz verschiedene Regimes.

00:20:19: Das ist tatsächlich hochkomplex.

00:20:21: In der Regel ist es dann so, erst die Chemotherapie, dann macht man die Operation.

00:20:26: Da wird vor allen Dingen dann geschaut, ist noch Resttumor da oder hat die Chemotherapie so gut angeschlagen, dass gar kein Tumorgewebe da ist mehr.

00:20:34: Dann wird nach der OP wieder die Bestrahlung durchgeführt, außer es ist so, dass du eine komplette Brustentfernung hattest.

00:20:43: Und dann muss man entscheiden, je nachdem, ob noch mal eine Schemutter nachnotwendig ist oder eine Erhaltungstherapie oder eine Immuntherapie.

00:20:52: Wenn dein Brustkrebs positiv ist, also hormonezitter positiv, es kriegst du auf jeden Fall eine antihormonelle Therapie.

00:21:00: In der Regel ist es bei Frauen vor den Wechseljahren Tamoxifen und eventuell wechselt man danach eine Zeit auf Aromatase, nennt man das Lettozohl zum Beispiel, bei Frauen, die schon durch die Wechseljahre durch sind, kann man auch gleich Litrozol geben.

00:21:16: Da gibt es aber tatsächlich die verschiedensten Varianten.

00:21:19: In der Regel ist es auch nicht so, dass jetzt bei der Brustkrebs festgestellt wird.

00:21:24: Zack, dann kriegst du einen Therapieplan, sondern es wird Brustkrebs festgestellt.

00:21:29: Die Werte aus der Ultraschalln-Mamographie-Untersuchung und aus der histologischen Untersuchung der Stanze werden im Tumorboard besprochen.

00:21:38: In der Regel kriegste auch vor OP oder Schimo noch ein sogenanntes Staging.

00:21:44: Da wird geguckt, ob Metastasen vorhanden sind.

00:21:47: Brustkrebsmetastasiert am häufigsten in die Knochen, in die Leber, in die Lunge, seltener auch mal ins Gehirn oder ans Zwerchfell.

00:21:57: Und dann wird tatsächlich einmal ein Röntgen-Torax gemacht, um zu gucken, ob an den Lunge und Zwerchfell irgendwas zu sehen ist.

00:22:03: Es wird ein Ultraschall oder ein CT vom Bauch gemacht, um zu gucken, ob im Bauch, an der Leber oder an anderen Stellen Metastasen sind.

00:22:13: Und es wird eine Knochenzintigraphie gemacht, wo geschaut wird, ob Metastasensuspektilesionen, nennt sich das, also auffällige Befunde.

00:22:20: Irgendwo in den Knochen sind die auf Knochenmetastasen hindeuten.

00:22:23: Wenn Metastasen festgestellt worden sind beim Staging, wird wieder unterschieden.

00:22:28: Es ist eine einzige Metastase, die man eventuell sogar operieren kann.

00:22:33: Das wird die weitere Vorgehensweise ein bisschen ändern.

00:22:37: Wenn es tatsächlich schon richtig gestreut hat, also nicht nur eine Metastase, sondern mehrere sind, würde man keine Operation machen, weil das in dem Fall nicht mehr wirklich Sinn macht, sondern rein mit Chemotherapie, Immuntherapie und gegebenenfalls auch Bestrahlung arbeiten.

00:22:54: Auf jeden Fall, wenn alle befunden, die man so hat, also die Staginguntersuchung, die histologische Untersuchung der Stanz, die bildgebenden Untersuchungen von der Brust beisammen sind, wird das Ganze in der Regel einem Tumorboard vorgestellt.

00:23:07: Da sitzen Experten aus verschiedenen Kliniken mit verschiedenen Schwerpunkten.

00:23:11: Also da sitzen die Onkologen, da sitzen die Radiologen, da sitzen die Frauenärzte drin, die Pathologen beraten, was man in dem speziellen Fall jetzt am besten macht.

00:23:22: Die sind sich auch nicht immer ein.

00:23:23: Das ist wirklich hochkomplex mittlerweile, was es an Therapieoptionen gibt.

00:23:27: Auf jeden Fall empfehlen die dann ein Vorgehen und in der Regel wird es dann mit dir ein, zwei Tagen nachvorliegen dieser ganzen Informationen und nach dem Vorliegen des Tumorbordschlusses mit dir besprochen.

00:23:39: Da ist auch wieder ganz wichtig, diese Empfehlungen sind Empfehlungen.

00:23:44: Das ist jetzt nicht, dass du gezwungen bist, irgendwas zu machen von den Dingen, aber es sind Experten.

00:23:51: Klar, könnte man jetzt noch überlegen, ob man eine zweite Meinung einholen will oder ob du für dich entscheidest, okay, eine Chemotherapie will ich nicht, ich kann mir nur eine Antihormontherapie vorstellen oder was auch immer, aber in der Regel ist es schon so, dass man gut daran tut, den Empfehlungen der Experten zu folgen.

00:24:11: Wenn du jetzt sagst, ich habe mit meinem Heilparaktiker gesprochen, der hat gesagt, das und das und das soll ich nicht machen.

00:24:18: Besprich sowas bitte immer ganz offen mit den Onkologen.

00:24:20: Klar kann es sein, dass du erstmal ein verwirrtes Kopfschütteln erntest, aber besprich bitte immer mit deinen behandelnden Ärzten, was eventuell andere Alternativmediziner gesagt haben.

00:24:33: Und das ist auch nochmal ganz wichtig.

00:24:35: Es gibt Alternativmediziner oder Alternativtherapeutinnen, Heilpraktiker, was auch immer, die eine komplett andere Schiene fahren.

00:24:47: Das ist immer ganz schwierig, weil da einfach die Studienlage dazu sehr, sehr, sehr dünn ist.

00:24:50: Also das ist dann eher Erfahrungsmedizin.

00:24:55: Und wie gesagt, Brustkrebs ist extrem individuell.

00:24:58: bloß, weil ein Heilpraktiker sagt, bei Patientin X hat es super geholfen, heißt es nicht, dass es wirklich das Richtige ist.

00:25:04: Was auf jeden Fall Sinn macht, ist Komplementärmedizin.

00:25:08: Also, dass man zusätzlich zu der geplanten Therapie über Komplementärmedizin nachdenkt.

00:25:15: Einerseits, weil viele Komplementärmedizinarten die Nebenwirkungen der Therapie herabsetzen können, dass du da nicht so Schwierigkeiten hast.

00:25:27: und aber auch deinen eigenen, deinen Selbstteilungskräfte aktivieren.

00:25:30: Also das ist tatsächlich, was man gut machen kann.

00:25:33: Da gibt es auch ganz unterschiedliche Dinge.

00:25:35: Da ist es tatsächlich nur ein bisschen schwierig.

00:25:37: Das ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich, ob die Leute an der Hand haben, die sowas machen oder ob du da selber auf die Suche gehen musst.

00:25:44: Und da ist es wiederum.

00:25:45: Also ganz, ganz wichtig.

00:25:46: Ich kann dir nur empfehlen.

00:25:48: guckt nach komplementär Medizin nicht nach alternativ Medizin.

00:25:52: Weil es gibt viel, was man zusätzlich machen kann, aber ich würde jetzt nicht auf eine Chemotherapie verzichten oder eine Bestrahlung, weil du den Praktiker hast, der mit Aromatherapie oder Hypothermie oder was auch immer gute Erfahrungen gemacht hat.

00:26:07: Also da ist die Studienlage einfach schlecht, muss man sagen.

00:26:12: Ich weiß, Chemotherapie macht einem Angst, man hat Angst vor den Nebenwirkungen, aber Angst ist ein schlechter Ratgeber.

00:26:17: und Klar, je nachdem, in welcher Situation du in deinem Leben bist, ist es manchmal auch so, dass du sagst, es ist den Leidensweg sozusagen einer Chemotherapie nicht mehr wert.

00:26:30: Aber es ist... In vielen Fällen bringt das wirklich viel und, ganz wichtig, die Immuntherapien, die es mittlerweile gibt, die sind auf den Tablettenform und werden häufig sehr gut vertragen.

00:26:40: Die können auch heftige Nebenwirkungen haben, wo man dann eventuell auch wieder anpassen muss, die Dosis oder das Schema ändern muss, aber das ist tatsächlich etwas, was in der Regel sehr, sehr gut vertragen wird.

00:26:52: So, jetzt haben wir so ein bisschen darüber gesprochen, was danach an Therapie abläuft.

00:26:56: Wie geht es denn dann weiter?

00:26:58: Wenn du jetzt alles rum hast, du gehörst die Bestrahlung rum, falls du eine Chemo hattest, hast du auch die Chemotherapie rum und dann geht es in die Nachsorgephase.

00:27:07: In der Nachsorgephase gehst du wieder zu deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt und wirst in bestimmten Intervallen dort kontrolliert.

00:27:13: Da gibt es dann auch häufig das DMP, das Dysese-Management-Programm, wo du dich einschreiben lassen kannst, wo einfach so ein bisschen eine strukturierte Nachsorge erfolgt.

00:27:22: In der Regel ist es so, dass du in den ersten drei Jahren alle drei Monate zu deiner Frauenärztin eine Arzt-Altist.

00:27:29: Da wird dann jedes Mal gefragt, wie geht es dir?

00:27:32: Hast du an Gewicht zugenommen oder abgenommen?

00:27:35: Hast du irgendwelche Nachwirkungen, vielleicht von der Bestrahlung, irgendwelche Probleme mit der Haut?

00:27:40: Wie sieht es aus?

00:27:41: Schwillt dein Arm dann auf der operierten Seite öfter mal an?

00:27:44: Brauchst du vielleicht Lymphdrainage oder sogar ein Kompressionsstrumpf?

00:27:48: Hast du irgendwelche Bewegungseinschränkungen?

00:27:51: Wenn du eine Bestrahlung auf der linken Seite, also auf der linken Brust hattest oder eine Therapie, die auch die Herzfunktion beeinträchtigen kann, wird auch immer mal gefragt, was der Hausarzt zum Herz sagt.

00:28:06: Einmal im Jahr musst du dann zum Herz Ultraschall gehen, wenn da Auffälligkeiten sind, weil die Herzfunktion nicht so gut ist, dann gegebenenfalls auch öfter.

00:28:14: Falls du eine Therapie, eine antihormonelle Therapie kriegst, die auf die Knochen geht, wird alle zwei Jahre auch mal nach der Knochen-Dichte geschaut.

00:28:22: Das musst du dann beim Radiologen oder Endoklinologen machen.

00:28:26: Einmal im Jahr wird eine Mammografie gemacht und am Anfang alle sechs Monate, spätestens nach drei Jahren, nur noch einmal jährlich wird auch ein Ultraschall der Brust gemacht, wo dann nochmal geschaut wird und alle drei Monate in den ersten drei Jahren bzw.

00:28:41: zwischen Jahr drei und Jahr fünf nach Diagnose alle sechs Monate, wird dann die Brust auch abgetastet und untersucht.

00:28:50: Bei der Nachsorge geht es darum, einerseits zu schauen, wie verträgst du die Therapie?

00:28:56: Wie geht es dir allgemein?

00:28:58: Und natürlich geht es auch darum, zu gucken, ist ein Anhalt für ein Rezidiv oder für zwei Tomoren.

00:29:04: Tatsächlich hattest du auch, wenn deine Therapie erfolgreich war, immer ein erhöhtes Risikobrusskrebs entweder auf der anderen Seite zu bekommen oder einen zweiten Brusskrebs auf der gleichen Seite oder eben ein sogenanntes Lokalrezidiv, das an der gleichen Stelle wieder was.

00:29:20: Deswegen muss man da einfach ein Marschig gucken und es ist auch wichtig, diese Vorsorge wahrzunehmen.

00:29:25: Es ist aber auch wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass so was selten ist.

00:29:29: Ja, also ich verstehe, wenn man ein bisschen Herzkopfen hat vor der Untersuchung, weil man natürlich nicht möchte, dass da irgendwas rauskommt, aber versucht da, dorthin halbwegs entspannt zu bleiben und vor allen Dingen steckt nicht den Kopf in den Sand und sagt, ich gehe lieber gar nicht zur Nachsorge, dann kann mir auch keiner sagen, dass da wieder ein Tumor sein könnte.

00:29:50: Du selbst kannst tatsächlich auch ganz viel machen, um entweder, wenn du noch keinen Brustkrebs hattest, was ich natürlich sehr für dich hoffe, um dein Risiko zu senken, Brustkrebs zu bekommen.

00:30:01: Wenn du aber schon Brustkrebs hattest, kannst du auch ganz viel machen, dein Risiko zu senken, dass es wieder kommt.

00:30:07: Und da ist das, was ich eigentlich quasi schon gebeten, mühlenartig hier wiederhole, eine gesunde Lebensführung.

00:30:16: keinen Alkohol, keine Zigaretten.

00:30:18: Das hat beides tatsächlich einen ordentlichen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko bzw.

00:30:25: so wenig Alkohol wie möglich.

00:30:26: Wenn du jetzt noch keinen Brustkrebs hattest, guck einfach, dass du es nicht übertreibst mit dem Alkohol ab und zu mal bei einer feiern Glasekt.

00:30:32: Ist sicherlich nicht schlecht, aber jeden Tag ein Viertel Rotwein ist vielleicht dann doch auch nicht ganz so gesund.

00:30:38: und rauchen ist generell schlecht, weil das die Abwehrkräfte schwächt und schwache Abwehrkräfte sorgen, eben dafür, dass Krebszellen öfter mal nicht erkannt werden und höhere Chancen haben, dann wirklich sich auszubreiten.

00:30:51: Ansonsten ist es so, dass du mit gesunder Ernährung auch ganz viel machen kannst.

00:30:57: Du kannst mit gesunder Ernährung, wenn du dein Immunsystem stärkst, ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu dir nimmst, kannst du tatsächlich einerseits wieder das Risiko stärken, das Krebszellen frühzeitig erkannt werden, aber wenn dein Zellapparat gut funktioniert, wenn die Miethochonendrieren gut arbeiten, wenn da alles gut läuft, dann hast du einfach auch ein geringeres Risiko, dass Fehler passieren.

00:31:24: Und es hat sich tatsächlich gezeigt, dass Sport, man sagt, eine halbe Stunde am Tag wirklich einerseits das Risikokrebs zu bekommen, deutlich verringert, aber auch wenn du schon Brustkrebs hattest, wenn du da ist, trotzdem schaffst, eine halbe Stunde am Tag Sport einzubauen, verringerst du deinen Rückfallrisiko massiv und du hast auch besseres Wohlbefinden.

00:31:47: Viele Frauen, die Brustkrebs hatten, egal ob jetzt unter der Therapie oder auch nach Abschluss der Therapie, leiden unter der sogenannten Fatigue.

00:31:56: Das ist eine sehr starke Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit.

00:32:01: Die wird tatsächlich besser, wenn du dich regelmäßig bewegst.

00:32:06: Ist natürlich ein bisschen schwierig, wenn du total fertig und platt bist und ihr schon das Zehneputzen mühe macht, dann zu sagen, du bewegst dich eine halbe Stunde, aber fang klein an.

00:32:16: Guckt, dass du vielleicht zumindest mal Kurz vor die Tür gehst, drei, vier tiefe Atemzüge, nehmst vielleicht eine Runde um den Block schaffst und dann immer weiter das Ausbau bist du bei einer halben Stunde bist.

00:32:28: Das hat wirklich in Studien nachgewiesen den gleichen Effekt wie Tamoxifen.

00:32:33: Das heißt zu uns nicht, dass du jetzt das aufs Tamoxifen verzichten kannst, wenn du ausreichend Sport machst.

00:32:38: Du darfst das eine tun und musst das andere dann trotzdem nicht lassen.

00:32:42: So, jetzt haben wir darüber gesprochen, was alles passiert, wie die Nachsauer geläuft und was du auch machen kannst, um selbst dein Brustkrebsrisiko zu senken.

00:32:53: Ich hoffe, ich konnte da so ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

00:32:57: Ich will dir mit der Folge auf keinen Fall Angst machen, aber es ist wichtig, als Frau da informiert zu sein.

00:33:02: Übrigens auch ganz wichtig, Männer können ebenfalls Brustkrebs bekommen.

00:33:07: Es ist deutlich seltener als bei Frauen.

00:33:09: Also wirklich viel viel viel seltener, aber leider bei Männern.

00:33:12: eben dadurch, dass es so selten ist, wird es oft sehr spät erkannt.

00:33:16: Und bei Männern ist, wenn sie Brustkrebs kriegen, ist meist eine aggressive Form.

00:33:20: Das heißt, Männer haben eine deutlich schlechtere Überlebenschancen.

00:33:23: Deswegen, falls bei deinem Partner, deinem Bruder, deinem Vater irgendwie ein komischer Knuppel ist oder so, schick ihn sofort zum Arzt und notfalls auch zum Frauenarzt, weil auch Hausärzte tun das gerne ab, weil die nicht immer zu viel Erfahrung damit haben und irgendwie Brustkrebs bei Männern an Artband kaum offenschieren.

00:33:39: Wenn du irgendwelche Fragen hast, Ideen hast oder Wünsche hast, dann schreib mir gerne an fraugengesundheit.at-posteho.de.

00:33:47: Ansonsten wünsche ich dir jetzt noch einen guten Start ins neue Jahr.

00:33:52: Zeitpunkt der Aufnahme hier ist der zweite Januar, zwanzig, sechsundzwanzig.

00:33:56: Das heißt, das neue Jahr hat für mich gerade eben begonnen.

00:33:58: Ich hoffe, du hattest einen guten Start.

00:34:00: Ich hatte Dienst gehabt und konnte aber auch wenig schlafen, aber auch gar nicht feiern.

00:34:06: Ich freue mich auf das Jahr, was vor uns liegt.

00:34:08: Ich wünsche dir ganz viel Gesundheit und ich wünsche dir, dass du vor allen Dingen Eigenverantwortung für dich, deinen Körper, deine Gesundheit nehmen kannst.

00:34:16: Mach's ganz gut und bis zum nächsten Mal.

00:34:19: Das war's für heute mit dem Podcast Frauengesundheit.

00:34:23: Dein Leben zwischen Wunsch und Wahnsinn.

00:34:25: Gerne Liken und Subscriben und gerne auch an deine Freunde weiterleiten.

00:34:29: Vielleicht haben die ja auch ein paar Dinge, die sie gerne noch wissen möchten.

00:34:33: Ich wünsche dir auf jeden Fall einen ganz wunderschönen Tag und bis nächstes Mal!

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